| Titel: | In der Teddyklinik und der Knochenwerkstatt war die Chirurgie im Fokus
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| Datum: | 27. 06. 2010
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Wann muss das aufgeschlagene Knie vom Arzt behandelt werden? Bei welchen Verletzungen hilft die Hausapotheke? Hilfe und Selbsthilfe bei kleineren Unfällen im Haushalt, Auffrischungskurse in der ersten Hilfe oder Schauübungen des Rettungsdienstes nahmen die Notfallmedizin in den Blickpunkt. In einer Knochenwerkstatt konnten Besucherinnen und Besucher an Bananen verschiedene Nahttechniken erproben und mit Bohrer, Hammer und Schraube lernen, wie man Gelenke stabilisiert.
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An Bonbons, Gummibärchen oder Paprika demonstrierten die Chirurginnen und Chirurgen moderne OP-Verfahren wie die Schlüssellochchirurgie, die Gelenkspiegelung oder die Neuronavigation. Große Beachtung fand die Simulation einer Hirn-OP. Im neurochirurgischen OP wurde angezeigt, wie ein Tumor aus einem Gehirn entfernt wird. Dafür wurde extra eine menschliche Modelpuppe aus den Babelsberger Filmstudios bei Berlin organisiert. „So eine Operation kann bis zu 18 Stunden dauern“, erklärte Chefärztin Prof. Dr. Terttu A. Pietilä, die den Eingriff moderierte.
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Auch die Kinder kamen am Tag der offenen Tür nicht zu kurz: ein Rettungswagen und ein Notarztfahrzeug standen zur Besichtigung bereit. In der Teddyklinik erklärten die Kinderchirurgen am Plüschbären Ben den Aufbau des menschlichen Körpers. Ihre kleinen Lieblinge konnten die jungen Besucherinnen und Besucher nebenbei „untersuchen“ lassen. Elterninformationen gab es über die Vermeidung von Verbrennungen, die Schmerztherapie und die Urotherapie bei Kindern.
„Die Idee für den Tag der offenen Tür entstand im letzten Herbst als unsere neuen Operationssäle fertig gestellt wurden“, erklärte der ärztliche Direktor Priv.-Doz. Dr. Christian Jantos den Anlass für den Tag der offenen Tür. 16.000 Patienten werden jährlich im EvKB operiert – 11.000 davon allein am Operationsstandort im Haus Gilead I – ein weiterer Grund für den Tag der Chirurgie. „Wir möchten die Bielefelder Bevölkerung über unsere chirurgischen Schwerpunkte informieren und Gesundheitsinformationen geben. Der Blick hinter die Kulissen soll zeigen, welche Maßnahmen wir für die Patientenversorgung am Operationsstandort Gilead vornehmen“, ergänzt Pflegedirektorin Gertrud Tiemeyer das Informationsangebot am 19. Juni. „Denn Wissen gibt Sicherheit“.
Am Operationsstandort im Haus Gilead operieren Neurochirurgen, Orthopäden, Unfallchirurgen, Thoraxchirurgen, Kinderchirurgen, Gynäkologen, Augenärzte und Ärzte aus der HNO und der Mund-/Kiefer- und Gesichtschirurgie. Auch die Kardiologen operieren, wenn es beispielsweise um die Implantation von Herzschrittmachern geht. „Unsere Bauchchirurgen und Gefäßchirurgen, die in ihren Kliniken an unserem Standort in Schildesche behandeln, unterstützen im Notfall“, so Dr. Jantos. Die Notfallmedizin sei eine besondere Stärke der Chirurgie in Gilead, so der Ärztliche Direktor am Standort weiter. „Durch die Bündelung an chirurgischen Disziplinen können wir so gut wie jede Verletzung versorgen.“ Das sei insbesondere wichtig bei der Notfallversorgung – angefangen bei leichten Verletzungen bis hin zu lebensbedrohlichen Mehrfachverletzungen bei Kindern und Erwachsenen.
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